„Im übrigen verurteilt die FDP Siegerland/Wittgenstein entschieden, daß Landrat Hermann Schmidt (MdB) den Vorschlag des Innenministers als unannehmbar abqualifiziert hat und damit weder der SPD/FDP-Koalition in Düsseldorf, noch der SPD/FDP-Arbeitsgemeinschaft im Kreistag und in den anderen Rathäusern des Siegerlandes einen Dienst erweist.“
Dieser Sachverhalt, der in der Ausgabe der Westfälischen Rundschau vom 2. April 1974 nachzulesen ist, gibt einen Einblick über die Neugliederung der Kreise in der hiesigen Region. Ausgehend von den allgemeinen Gründen und Ursachen zur gebietlichen Neugliederung von Städten, Gemeinden und Kreisen im Bundesland Nordrhein-Westfalen wird im Vortrag der Neugliederungsablauf des Kreises Siegen-Wittgenstein nachgezeichnet. Dabei sollen vor allem die – wie dem Zitat zu entnehmen ist – offensichtlich unterschiedlichen Positionen der Düsseldorfer Protagonisten und den kommunalen Vertretern vor Ort herausgearbeitet werden: Welchen Vorschlag brachte Innenminister Willi Weyer (FDP) konkret ein, welche Position vertrat beispielsweise Siegens Landrat Hermann Schmidt (SPD) und wie agierte die Bevölkerung während dieser „Jahrhundertreform“?
Eine Kooperation des Wittgensteiner Heimatvereins, des Landesarchiv NRW und der Stadt Bad Berleburg „Dritter Ort – Bücherei der Zukunft“